Görlitzer Fortbildungszentrum

Das  Görlitzer Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Restauratorenausbildung. Bereits ein Jahr nach der Vereinigung Deutschlands wurde im Oktober 1991 in Görlitz das erste handwerkliche Denkmalzentrum in den östlichen Bundesländern gegründet. Vorbild für dessen Organisation war anfangs das Deutsche Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege in Hessen. Von dort floss in den ersten Jahren viel Know-how in die Görlitzer Kurse ein. Kombiniert wurde dies mit den Erfahrungen regionaler Handwerker und von Spezialisten aus den Nachbarländern, vor allem aus Polen. So entstand ein Bildungszentrum, das bis heute Fachwissen aus ganz Europa bündelt und weitergibt. Dabei gewährleistet die enge Anbindung des Fortbildungszentrums an die Handwerkskammer Dresden die Praxistauglichkeit im betrieblichen Alltag.

Das Zentrum wurde im Mai 2005 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Bildungszentren Denkmalpflege (ARGE). Damit kann das Zentrum Betriebe als Fachbetrieb in der Denkmalpflege zertifizieren.

Eine qualitativ hochwertige Ausbildung ist auch dadurch garantiert, dass das Görlitzer Fortbildungszentrum Arbeiten an historischen Orginalen und Bergegut ermöglicht.  Die Sanierung eines Denkmals ist für viele Handwerker ein spannender und abwechslungsreicher Auftrag – man kehrt zu den historischen Techniken zurück und muss oft kreative Lösungen austüfteln. Problematische Überraschungen im Arbeitsalltag von Handwerkern, die eine Sanierung ausführen, sind keine Seltenheit. Gut beraten ist, wer hier schnell auf ein kompetentes Netzwerk von Fachleuten zurückgreifen kann.

Das dieser hohe Anspruch in der alltäglichen Bildungsarbeit verwirklicht wird, ist inzwischen auch international bekannt. So rief die Parlamentarische Versammlung des Europarats in Brüssel im Jahr 2008 in der »Empfehlung 1851: Crafts and cultural heritage conservation skills« alle 47 Mitgliedsstaaten auf, die Fortbildung für Handwerker zur Erhaltung des europäischen Bauerbes zu stärken. In dieser Erklärung benannte der Europarat nur vier beispielhafte Bildungszentren in Europa: Thiene (Italien), Avignon (Frankreich), Bontida (Rumänien) und die Fortbildung für Handwerker in Görlitz. Eine Ehrung, die allen Mitarbeitern und Dozenten Ansporn, aber auch eine große Verpflichtung ist.

Der gute nationale und internationale Ruf der Fortbildung, die langjährige Erfahrung und die feste Einbindung so bedeutender Partnerorganisationen machen die Görlitzer Restauratorenkurse zu einem herausragenden Angebot. Denn mit einem erfolgreich abgeschlossenen Lehrgang und dem geschützten Titel „Geprüfter Restaurator im Handwerk“ belegen Absolventen, dass sie ganz besondere Fertigkeiten und Kenntnisse besitzen. Und die sind sowohl für Denkmalpflegeaufträge als auch in der anspruchsvollen Neugestaltung heute und in Zukunft unverzichtbar.