Veranstaltungsort

Gerade für Handwerksmeister und -gesellen bietet Görlitz ein einzigartiges Lernumfeld: Hier finden sich hervorragend sanierte Bauten aus Romanik, Renaissance, Gotik, Barock und Historismus. Darüber hinaus Bauarchive und Sammlungen mit reichhaltigem Bestand. Die Teilnehmer finden dementsprechend Anschauungsobjekte direkt vor der Tür. Die gemeinsamen Begehungen der Denkmalstadt Görlitz geben Einblicke, die keine gedruckte Baustilkunde oder Sanierungsanweisung liefern kann. Görlitz ist mit ca. 4.000 eingetragenen Bau- und Kulturdenkmalen, dem aus dem Mittelalter erhaltenen Stadtgrundriss, der Altstadt und den unverändert vorhandenen Erweiterungen des 19. und 20. Jahrhunderts ein in Deutschland einzigartig erhaltenes Denkmalensemble.

Doch nicht nur die Blütezeiten der Stadt zur Spätgotik und zur beginnenden Renaissance sowie im Historismus prägen die Stadt. Es gibt Beispiele aus jeder Stilepoche seit der Gotik im 14. Jahrhundert. Bauten aus der Renaissance, dem Barock, von Klassizismus und Historismus über den Jugendstil und die 20er und 30er Jahre bis in die Gegenwart hinein bilden ein begehbares Handbuch der Architekturgeschichte. Frühe und beispielhafte Sanierungen und Restaurierungsleistungen mit einer nun bereits über 100-jährigen Tradition lassen den Wandel des Denkmalpflegegedankens über die Jahrzehnte nachvollziehen. Folgerichtig hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz diese Stadt zu einem ihrer Förderschwerpunkte gemacht. Mit der Jugendbauhütte Görlitz, dem Görlitzer Fortbildungszentrum und der DenkmalAkademie ist hier mit Hilfe der Stiftung eine in Deutschland einzigartige Konzentration in der Denkmalbildung entstanden und hat Görlitz den Ruf einer «Denkmalstadt» eingebracht. Die Möglichkeit, nicht restaurierte Baudenkmale, Denkmalbaustellen und fertig gestellte und denkmalgerecht genutzte Bauten direkt nebeneinander besichtigen zu können, bildet einen besonderen Reiz für Fachleute. Für die Kursteilnehmer bietet sich die Chance, an renommierten Baudenkmalen praktische Übungen zur Vermessung, Bauaufnahme und Dokumentation am Original durchzuführen. Hilfreich ist zudem die Nutzung historischer Quellen in den Stadtmuseen und -archiven.